Veranstaltungsreihe: Der andere Kommunismus

Linkssozialistische Dissidenz unter autoritär-kommunistischer Herrschaft in Ost­- und Südosteuropa in den 1950er und 1960er Jahren

In unserer Veranstaltungsreihe über Marxistische Dissidenz in Ost- und Südosteuropa möchten wir uns jenen Gruppierungen und Theoretikern widmen, die abseits der Parteidoktrin des Sowjetregimes marxistische Positionen vertraten, die auf Kritik und Reformierung der autoritär-kommunistischen Herrschaft abzielten. Anknüpfungspunkt für jene oppositionelle Haltung gegenüber dem offiziellen Marxismus-Leninismus bildete die Veröffentlichung der ökonomisch-philosophischen Manuskripte von Marx. Welche Probleme sich aus einer besonders gelagerten Interpretation der Marxschen Frühschriften ergaben, soll dabei die übergeordnete Frage der Vorträge sein.

Unser Anspruch mit dieser Reihe ist nicht, mittels eines Streifzugs durch die Geschichte marxistischer Theoriebildung eine Analyse für eine zukünftige sozialistische Praxis zu erarbeiten, deren mögliche Realisierung ohnehin gegenwärtig in weiter Ferne zu liegen scheint, sondern das Bild vom sowjetischen Block zu revidieren – nicht im Hinblick darauf, wie schrecklich dieses Bild ist, sondern mit Bezug auf eine Geschichte jener Verlierer, die vom Osten verfemt und vom Westen, wenn überhaupt, als antikommunistische Stichwortgeber missbraucht wurden.

Antisemitismus in Europa

In den nächsten Wochen möchten wir euch zu unserer Veranstaltungsreihe „Antisemitismus in Europa“ einladen. Im Rahmen dieser Reihe werden wir uns in vier Vorträgen mit modernem Antisemitismus in Europa beschäftigen: