Veranstaltungsreihe zu Jugoslawien

Mit den Veranstaltungen Die Südosteuropapolitik des deutschen Kaiserreichs – vom Berliner Kongreß zum Ersten Weltkrieg und 1914 – 1941 – 1999: Kontinuitäten deutscher Jugoslawienpolitik mit Klaus Thörner setzten wir unseren thematischen Schwerpunkt (Ex-)Jugoslawien unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Angriffskriege und den mit ihnen verbundenen Projektionsleistungen fort, den wir mit dem Vortrag Kroatische Vergangenheitspolitik zwischen Revisionismus und europäischen Standards von Ljiljana Radonic Ende letzten Jahres eingeleitet haben. Insbesondere aufgrund der Penetranz des sogenannten Gedenkjahrs, das den Deutschen zur ideologischen Einebnung des Täter-Opfer-Gegensatzes dient, aber auch hinsichtlich der begonnen EU-Beitrittsverhandlungen Serbiens, erscheint uns die Thematisierung der deutschen Balkankriege als notwendig. Daher ist neben den Referaten von Klaus Thörner für Anfang Oktober eine weitere Veranstaltung geplant, die sich 15 Jahre nach der Bombardierung Belgrads mit dem projektiven Krieg gegen Serbien auseinander- und in Beziehung zum gegenwärtigen Desinteresse an den Nachfolgestaaten Jugoslawiens setzt. Selbstverständlich informieren wir euch über Genaueres, sobald die Daten feststehen.

Jungdemokrat_innen / Junge Linke Mainz fordern Rückzugsräume an Fastnacht

Anlässlich des symbolträchtigen Datums am morgigen 11.11. ist der Kreisverband Mainz der Jugendorganisation Jungdemokrat_innen/Junge Linke (JD/JL) Rheinland-Pfalz darüber besorgt, dass mehrere Karnevals- und Fastnachtsverbände die Fastnacht zum immateriellen Weltkulturerbe erklären wollen. Wir finden, dass die Fastnacht auf den Müllhaufen der Geschichte gehört und fordern das Bildungsministerium des Landes Rheinland-Pfalz auf, die Eingabe der Karnevalsverbände nicht für eine Weiterleitung an die Bundesstellen auszuwählen.

Vielmehr fordert der Kreisverband Mainz fastnachtsfreie Rückzugsräume in der Mainzer Innenstadt. Das Recht auf Schlaf ist ein Menschenrecht und nicht nur dann gültig, wenn es um Flugzeuge geht. Fastnacht wird in der Öffentlichkeit kaum als Lärm wahrgenommen, obwohl viele Menschen in der Innenstadt darunter genauso leiden, wie unter anderen Arten von Lärm. Jungdemokrat_innen/Junge Linke Mainz sehen daher die Stadt Mainz in der Pflicht, zumindest für angemessene Rückzugsräume während der „närrischen Tage“ zu sorgen. Dafür böte sich zum Beispiel auch die Bibliothek der Universität Mainz an, die bislang ihre Pforten an Fastnacht geschlossen hat.

Es kann nicht sein, dass die Zahl der Gewalt- und Sexualstraftaten an Fastnacht jedes Jahr größere Ausmaße annimmt und wir Mainzer Anwohnerinnen und Anwohner uns dem überhaupt nicht entziehen können.

Unter diesen Gesichtspunkten kann auch die Schaffung der Rückzugsräume für uns nur ein Zwischenziel sein. Langfristig setzen wir uns im Sinne einer Entbarbarisierung von Mainz für ein generelles öffentliches Fastnachtsverbot ein.

In der Presse:

 

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