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Stefanov, Nenad: Ideentransfer im Kalten Krieg. Kritische Theorie und die Philosophie der Praxis in Jugoslawien. Aneignung, Austausch und Missverständnisse

15. Dezember 2016 @ 19:00 - 21:00

Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Wechselbeziehungen von zwei Konzeptionen kritischer Gesellschaftstheorie und Philosophie, die oft der »Neuen Linken« zugeordnet werden: die sogenannte Kritische Theorie der Frankfurter Schule und die jugoslawische Praxisphilosophie. Die Ideenzirkulation und wechselseitige Aneignung zwischen beiden Strömungen verdeutlicht, dass die Barrieren des Kalten Krieges nicht gänzlich Austauschprozesse verhindern konnten. Dies ist gerade im Hinblick auf die Beziehungen zwischen Intellektuellen aus Jugoslawien und der Bundesrepublik von Bedeutung. Warum entwickelte sich gerade zwischen Intellektuellen aus diesen beiden Gesellschaften ein Austausch? Waren sich die Vorstellungen von Emanzipation und Kritik tatsächlich so nahe, wie es der Sammelbegriff der »Neuen Linken« nahelegt? Wie funktionierte der Austausch und wie sah die Praxis der Aneignung und Auseinandersetzung aus? Und vor allem: warum soll das heute noch von Bedeutung sein?

Dr. Nenad Stefanov ist seit Februar 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Südosteuropäische Geschichte im Rahmen des vom BMBF geförderten Kompetenznetzwerks »Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa«.

Veröffentlichungen u.a.: Wissenschaft als nationaler Beruf. Die Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste 1944-1989. Tradierung und Modifizierung nationaler Ideologie. (Wiesbaden: Harrassowitz 2011); mit Michael Werz (Hrsg.): Bosnien und Europa. Die Ethnisierung der Gesellschaft (Frankfurt am Main: Fischer, 1994).

Datum:
15. Dezember 2016
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

JungdemokratInnen / Junge Linke Rheinland_Pfalz
E-Mail:
info[at]jd-jl-rlp.de

Veranstaltungsort

Landesgeschäftsstelle
Walpodenstraße 10
Mainz, 55116
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