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Die Südosteuropapolitik des deutschen Kaiserreichs – vom Berliner Kongreß zum Ersten Weltkrieg

18. September 2014 @ 18:30 - 20:00

Das Geschichtsbild über die deutsche Südosteuropapolitik des Kaiserreichs ist bis heute vom Ausspruch Bismarcks geprägt, dass der Balkan nicht den Knochen eines pommerschen Grenadiers wert sei. Die suggerierte Interessenlosigkeit der deutschen Wirtschaft und Politik widerspricht der Praxis, in der Politiker, Publizisten und führende Wirtschaftskreise bereits im 19. Jahrhundert Südosteuropa als deutsches Hinterland betrachteten, das mit wirtschaftlichen und politischen Mitteln unterworfen und an das Deutsche Reich gebunden werden sollte. Insbesondere zwei Mittel dienten zur Durchsetzung: die auf dem Berliner Kongress beschlossenen Grenzziehungen in Südosteuropa und der Bau der Bagdadbahn. Ab 1912 bereiteten sich die deutsche Regierung und Militärführung auf einen Angriffskrieg gegen Serbien vor, die in den Ersten Weltkrieg mündeten.

Es referiert Klaus Thörner. Er ist freier Autor und veröffentlichte 2008 seine Dissertation ›Der ganze Südosten ist unser Hinterland‹. Deutsche Südosteuropapläne von 1840 bis 1945 im ça ira Verlag.

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Details

Datum:
18. September 2014
Zeit:
18:30 - 20:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Philosophicum, P2
Jakob-Welder-Weg 18
Mainz, Rheinland_Pfalz 55128 Deutschland

Veranstalter

JungdemokratInnen / Junge Linke Rheinland_Pfalz
E-Mail:
info[at]jd-jl-rlp.de