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Antisemitismus und Diskriminierungswahrnehmungen junger MuslimInnen in Europa

1. Juli 2016 @ 19:00 - 21:00

Längst nicht alle, aber ein Großteil der antisemitischen Übergriffe in vielen europäischen Ländern geht auf Täter mit muslimischem Hintergrund zurück. Über ein Dutzend Umfragen bestätigen übereinstimmend, dass antisemitische Einstellungen unter MuslimInnen weiter verbreitet sind als unter nicht-MuslimInnen und dies umso stärker unter religiösen MuslimInnen. Warum ist das so? Gibt es einen spezifisch muslimischen Antisemitismus? Welche Rolle spielen Interpretationen des Islams und islamistische Organisationen in Deutschland wie Millî Görüş oder der offene Antisemitismus Erdogans?
Anschlussfähig in der Gesamtbevölkerung wird muslimischer Antisemitismus nicht nur in seiner Abneigung gegen alles Jüdische, sondern auch im Hass auf Israel. Über eine direkte Bedrohung von Jüdinnen und Juden hinaus, kann der Antisemitismus unter MuslimInnen zu einer generellen Zunahme der Akzeptanz von antisemitischen Denkweisen und Handlungen beitragen.
Der Referent wird aufzeigen, wieso Versuche, den Antisemitimus unter MuslimInnen mit dem Nahostkonflikt oder mit Diskriminierungerfahrungen zu erklären, nicht nur falsch, sondern gefährlich sind.

Zum Referenten: Dr. Günther Jikeli lehrt zur Zeit als Gastprofessor an der Indiana University in den USA. Er ist Permanent Fellow am Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam und am Institut Groupe Sociétés, Religions, Laïcités am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung in Paris. Von 2011 bis 2012 war er Berater zur Bekämpfung von Antisemitismus für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Er ist Träger des Raoul Wallenberg Preis für Menschenrechte und Holocauststudien (2013). Zu seinen Veröffentlichungen zählen „European Muslim Antisemitism. Why Young Urban Males Say They Don’t Like Jews“ (Indiana University Press 2015), „Raketen und Zwangsarbeit in Peenemünde – Die Verantwortung der Erinnerung“ (Friedrich-Ebert-Stiftung 2014), „Umstrittene Geschichte. Ansichten zum Holocaust unter Muslimen im internationalen Vergleich“ (mit Kim Robin Stoller und Joelle Allouche-Benayoun, Campus 2013) und „Antisemitismus und Diskriminierungswahrnehmungen junger Muslime in Europa” (Klartext 2012).

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Datum:
1. Juli 2016
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

JungdemokratInnen / Junge Linke Rheinland_Pfalz
E-Mail:
info[at]jd-jl-rlp.de

Veranstaltungsort

Landesgeschäftsstelle JD/JL
Walpodenstraße 10
Mainz, Rheinland-PFalz 55116 Deutschland
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