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Newsletter 2/2010
Liebe Mitglieder und Interessent_innen,
nach einem wahrscheinlich gar fröhlichen Eiersuchen mit Familientamtam präsentieren dir JungdemokratInnen / Junge Linke Rheinland-Pfalz ihr Seminarprogramm. Dieses Wochenende ist bereits unsere Landesmitgliederversammlung, Mitte April dann das Wochenendseminar zu Feminismus und kritischer Theorie mit Andrea Trumann. Und das Beste: Es sind noch Plätze frei. Bei Interesse an unseren Seminaren einfach per Mail – Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. – oder über unser Kontaktformular auf http://jd-jl-rlp.de anmelden.
Überblick:
10.04.2010 | Landesmitgliederversammlung, Mainz
16.-18.04.2010 | Feminismus und kritische Theorie, Montabaur
02.05.2010 | Landesarbeitskreis Radikaldemokratie, Mainz
09.05.2010 | Layoutseminar, Mainz
05.06.2010 | Antiamerikanismus, Bingen
17.06.2010 | Subversion, Mainz
02.07.2010 | Bildung & Streik, Landau
23.-25.07.2010 | Revolution und ihre Theorie, Idar-Oberstein
Bislang ohne Termin:
– 'Entschwörungstheorie'
– Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
Hier die Veranstaltungen:
# Landesmitgliederversammlung
## 10.04.2010 | LGS Mainz
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im Frühjahr sollen einige Themen angegangen werden die uns schon seit längerem unter dem Nägeln brennen. Die bisher fristgerecht eingereichten Themen sind unser aktueller Claim (radikaldemokratisch, parteiunabhängig, emanzipatorisch), das Gendern in unserem Namen, der Umgang mit dem Sommercamp und der Mitgliederzeitschrift (Tendenz) des Bundesverbandes, sowie das Etablieren einer JD/JL-Wandergruppe und die Streichung der „Horde“ als Verbandslogo. In einem inhaltlichen Antrag möchten wir uns als Landesverband zum Themenkomplex „Behinderung“ positionieren.
Zu unserer Mitgliederversammlung sind alle Mitglieder und Interessent_innen herzlich eingeladen. Eine Anmeldung gibt es nicht, aber damit wir die Snack-Versorgung besser planen können schreib uns doch eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , falls du kommst.
# Who the fuck is Alice?
## Feminismus und kritische Theorie
### 16.-18.04.2010 | Montabaur, Wochenendseminar
Dass Alice Schwarzer längst nicht alles ist, was der Feminismus zu bieten hat, wissen nun die wenigsten. Doch das Thema „Feminismus“ gibt weit mehr her und geht tiefer als die fast alltägliche Gleichstellungsdebatte. Denn wie kann es sein, dass in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft immer noch mehr Frauen als Männer den Haushalt schmeißen, statt zur Arbeit zu gehen? Widerspricht dies nicht der Logik des Kapitalismus, nach der alle Arbeitskräfte eingesetzt werden sollen? In diesem Zusammenhang stellt sich zudem noch die Frage, wie und warum überhaupt Frauen und Männer als Arbeitskraft differenziert werden. Die geschlechtliche Ungleichheit besteht nach wie vor in der modernen Gesellschaft. Was sagten aber beispielsweise Adorno oder Marx zu dem Thema?
Zusammen mit Andrea Trumann wollen wir ein Wochenende genau über diese Fragen diskutieren und informieren.
# Landesarbeitskreis Radikaldemokratie
## 02.05.2010, 10:30 Uhr | Tagesveranstaltung
Der Begriff Radikaldemokratie ist mit der Geschichte von JD/JL eng verknüpft - oft wird er floskelhaft verwandt und einige bezweifeln seinen emanzipatorischen Gehalt. In Form eines Landesarbeitskreis Radikaldemokratie (LAK-R) wollen wir untersuchen, ob und wie sich Radikaldemokratie für eine radikale Gesellschaftskritik eignet. Außerdem möchten wir uns mit daran anknüpfenden Themen, wie Staatstheorie, der Spannung von Gleichheit und Freiheit, oder dem Verhältnis von Herrschaft und Macht aus Sicht radikaldemokratischer Theorien beschäftigen.
# radical chic
## Layoutseminar
### 09.05.2010 | Mainz (tbc), Tagesseminar
Schon bei dem kleinsten Referat in der Schule, oder Universität merkt man schnell, dass es nicht nur auf den Inhalt ankommt, sondern auch auf die Gestaltung und Präsentation. Aber auch in der Freizeit, bzw. Engagement muss man häufig auf gestalterische Mittel zurück greifen. Doch wie einen Flyer gestalten, der nicht wie gebastelt aussieht? Wie vereint man Inhalt und Gestaltung ohne aufdringlich zu wirken und doch ansprechend?
# Antiamerikanismus
## 05.06.2010 | Bingen
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind für viele eine Projektionsfläche. Bei der Punkband Slime heißt es „Yankees raus!“ und bei Nazis aus dem Rhein-Main-Gebiet: „Die USA sind unser Unglück.“ Bei Linken wie bei Rechten in Deutschland, in Europa und dem Rest der Welt sind die USA und die so genannte Amerikanisierung Feinde, gegen die sich das national und kulturell vereinigte Kollektiv stellen kann. Elemente einer globalen Kultur, wie Popmusik oder Fastfood, werden als amerikanisch ausgemacht und von der angeblich eigenen und ursprünglichen Kultur abgespalten und bekämpft. Beispiele für so einen explizit antiamerikanischen Nationalismus sind die Forderung nach einer Deutschquote in der Musik und die Angst vor Anglizismen in der Sprache.
Das Seminar wird sich sowohl mit der Geschichte und einem kritischen Begriff des Antiamerikanismus als auch mit aktuellen Tendenzen dieser Ideologie beschäftigen. Schließlich hat sich während dem Wahlkampf um die amerikanische Präsidentschaft und seit einem Jahr Obama im weißen Haus einiges getan. Wie hängen Hoffnung auf und Enttäuschung von Obama mit dem Bild zusammen, dass sich Deutsche und Europäer_innen von den Vereinigten Staaten machen?
# Was tun?
## Zum Denken und Handeln in nichtrevolutionären Zeiten
### 17.06.2010 | Mainz (tbc), Abendveranstaltung
Die Geschichte aller Versuche der letzten 150 Jahre, die Gesellschaft mit dem Ziel einer befreiten Gesellschaft revolutionär zu verändern, ist die von tragischen Fehlschlägen. Wer heute noch das Anliegen einer grundlegenden gesellschaftlichen Emanzipation vertritt, steht vor einem grundlegenden Problem: Was kann Handeln mit emanzipatorischer Absicht noch leisten, wenn es aktuell entweder zum Scheitern verurteilt scheint oder in staatsverherrlichendem Reformismus zu enden droht? Wie also kann das Handeln und Denken, kann Kritik in einer offensichtlich nichtrevolutionären Zeit aussehen? Wir wollen uns daher in einer Abendveranstaltung mit dem Konzept der Subversion auseinandersetzen, wie es von Johannes Agnoli geprägt wurde und Möglichkeiten von Theorie und Praxis in „dunklen Zeiten“ aufzeigen kann.
# Bildungsstreik – und jetzt?
## 02.07.2010 | Landau (tbc), Abendveranstaltung
2009 wurde bildungsgestreikt. Wie bei den bisherigen Bildungsprotesten mal wurde die Bildung kreativ zu Grabe getragen und Hörsäle besetzt. Dabei blieben die Begriffe Streik und Bildung jedoch unterbestimmt. Ebenso wurde die eigene Rolle der Studierenden im universitären Feld nicht reflektiert, schließlich sträuben sich auch Profs und Verwaltung gegen die Hochschulreform. Die Wirtschaft und ihre Freund_innen, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) wurden als Feind_innen ausgemacht, ohne sich zu fragen, wer „die Wirtschaft“ denn sei oder ob die Uni nicht immer schon Arbeitskräfte produziert hat. In Zusammenarbeit mit der Mainzer Hochschulgruppe kritische linke wird der Bildungsstreik in emanzipatorischer Absicht reflektiert und kritisiert.
# It‘s Time for Another Revolution?
## Revolution und ihre Theorie
### 23.-25.07.2010 | Idar-Oberstein, Wochenendseminar
Über Revolutionen lässt sich immer erst rückblickend sinnvoll urteilen. Wie, wenn nicht durch den Blick in die Geschichte, können wir verstehen, was den Charakter von Revolutionen ausmacht und wieso sie nicht erfolgreich waren? Hatten sie denn vielleicht gar nicht gelingen können oder waren es konkrete Fehler, die zu ihrem Scheitern führten? Im Rahmen des Wochenendseminars wollen wir uns nicht nur mit der Geschichte der (kommunistischen) Revolutionen – mit Schwerpunkt auf ihren Widersprüchen und Verirrungen – sondern auch mit der Einführung in die Situationistische Revolutionstheorie und letztlich mit Kritik und Zukunft von Revolutionen als kommunistische Praxis beschäftigen.
Zum vormerken:
# Kapitalismus ist für alle Da!
## Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
### Mai | Ingelheim (tbc), Tagesseminar
Dass es Manchen im Kapitalismus gut geht, ist klar. Dass es Anderen – auch in den so genannten Industriestaaten – vor Allem jedoch in bestimmtem Ecken der Welt so schlecht geht, dass sie nicht ein Mal ihre Arbeitskraft verkaufen können, ist offensichtlich. Wieso dies jedoch funktioniert und kein Ende absehbar ist, ist nicht so einfach zu verstehen. Im Rahmen des Tagesseminars wollen wir in die Grundzüge der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie einführen und klären, weshalb kein Management, kein wirtschaftlicher Sektor und kein Kolonialismus uns vom besseren Leben abhält. Wir wollen mit junge linke gegen kapital und nation untersuchen, was den Kapitalismus am laufen hält, welche Mechanismen er bildet und welche ihm zugrunde liegen.
# Niemand regiert die Welt
## Entschwörungstheorie
### Mai | Mainz (tba), Tagesseminar
Sei es der 11.09.2001, von Amerika geführte Kriege oder der Nah-Ost-Konflikt - hinter vielen Vorkommnissen oder Missständen auf der Welt werden Verschwörungen vermutet. Doch nicht jede Verschwörungstheorie ist auf dem gleichen Muster aufgebaut. So können auf eher spielerische Art und Weise Zusammenhänge verschiedener Ereignisse konstruiert werden. Oft wird jedoch versucht, durch Verschwörungsdenken ein Feindbild aufzubauen, das meist der Selbstentlastung und der Erklärung politischer Umstände dienen soll. Auf diese Art und Weise können eigene Gruppierungen als interessenfrei und ‚natürlich‘, andere Gruppierungen jedoch als eigennützig dargestellt werden. Diese „feindlichen“ Gruppierungen können somit für die Störung der angeblich natürlichen Ordnung verantwortlich gemacht werden.
Der Autor Daniel Kulla („Entschwörungstheorie“) wird über den Unterschied von einfachen Verschwörungstheorien und ideologischem Verschwörungsdenken referieren. Beleuchtet werden sollen dabei nicht die Verschwörungstheoretiker oder deren konkrete Theorien selbst, sondern die gesellschaftlichen Voraussetzungen, unter denen sich Verschwörungsdenken verbreitet.
nach einem wahrscheinlich gar fröhlichen Eiersuchen mit Familientamtam präsentieren dir JungdemokratInnen / Junge Linke Rheinland-Pfalz ihr Seminarprogramm. Dieses Wochenende ist bereits unsere Landesmitgliederversammlung, Mitte April dann das Wochenendseminar zu Feminismus und kritischer Theorie mit Andrea Trumann. Und das Beste: Es sind noch Plätze frei. Bei Interesse an unseren Seminaren einfach per Mail – Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. – oder über unser Kontaktformular auf http://jd-jl-rlp.de anmelden.
Überblick:
10.04.2010 | Landesmitgliederversammlung, Mainz
16.-18.04.2010 | Feminismus und kritische Theorie, Montabaur
02.05.2010 | Landesarbeitskreis Radikaldemokratie, Mainz
09.05.2010 | Layoutseminar, Mainz
05.06.2010 | Antiamerikanismus, Bingen
17.06.2010 | Subversion, Mainz
02.07.2010 | Bildung & Streik, Landau
23.-25.07.2010 | Revolution und ihre Theorie, Idar-Oberstein
Bislang ohne Termin:
– 'Entschwörungstheorie'
– Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
Hier die Veranstaltungen:
# Landesmitgliederversammlung
## 10.04.2010 | LGS Mainz
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im Frühjahr sollen einige Themen angegangen werden die uns schon seit längerem unter dem Nägeln brennen. Die bisher fristgerecht eingereichten Themen sind unser aktueller Claim (radikaldemokratisch, parteiunabhängig, emanzipatorisch), das Gendern in unserem Namen, der Umgang mit dem Sommercamp und der Mitgliederzeitschrift (Tendenz) des Bundesverbandes, sowie das Etablieren einer JD/JL-Wandergruppe und die Streichung der „Horde“ als Verbandslogo. In einem inhaltlichen Antrag möchten wir uns als Landesverband zum Themenkomplex „Behinderung“ positionieren.
Zu unserer Mitgliederversammlung sind alle Mitglieder und Interessent_innen herzlich eingeladen. Eine Anmeldung gibt es nicht, aber damit wir die Snack-Versorgung besser planen können schreib uns doch eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , falls du kommst.
# Who the fuck is Alice?
## Feminismus und kritische Theorie
### 16.-18.04.2010 | Montabaur, Wochenendseminar
Dass Alice Schwarzer längst nicht alles ist, was der Feminismus zu bieten hat, wissen nun die wenigsten. Doch das Thema „Feminismus“ gibt weit mehr her und geht tiefer als die fast alltägliche Gleichstellungsdebatte. Denn wie kann es sein, dass in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft immer noch mehr Frauen als Männer den Haushalt schmeißen, statt zur Arbeit zu gehen? Widerspricht dies nicht der Logik des Kapitalismus, nach der alle Arbeitskräfte eingesetzt werden sollen? In diesem Zusammenhang stellt sich zudem noch die Frage, wie und warum überhaupt Frauen und Männer als Arbeitskraft differenziert werden. Die geschlechtliche Ungleichheit besteht nach wie vor in der modernen Gesellschaft. Was sagten aber beispielsweise Adorno oder Marx zu dem Thema?
Zusammen mit Andrea Trumann wollen wir ein Wochenende genau über diese Fragen diskutieren und informieren.
# Landesarbeitskreis Radikaldemokratie
## 02.05.2010, 10:30 Uhr | Tagesveranstaltung
Der Begriff Radikaldemokratie ist mit der Geschichte von JD/JL eng verknüpft - oft wird er floskelhaft verwandt und einige bezweifeln seinen emanzipatorischen Gehalt. In Form eines Landesarbeitskreis Radikaldemokratie (LAK-R) wollen wir untersuchen, ob und wie sich Radikaldemokratie für eine radikale Gesellschaftskritik eignet. Außerdem möchten wir uns mit daran anknüpfenden Themen, wie Staatstheorie, der Spannung von Gleichheit und Freiheit, oder dem Verhältnis von Herrschaft und Macht aus Sicht radikaldemokratischer Theorien beschäftigen.
# radical chic
## Layoutseminar
### 09.05.2010 | Mainz (tbc), Tagesseminar
Schon bei dem kleinsten Referat in der Schule, oder Universität merkt man schnell, dass es nicht nur auf den Inhalt ankommt, sondern auch auf die Gestaltung und Präsentation. Aber auch in der Freizeit, bzw. Engagement muss man häufig auf gestalterische Mittel zurück greifen. Doch wie einen Flyer gestalten, der nicht wie gebastelt aussieht? Wie vereint man Inhalt und Gestaltung ohne aufdringlich zu wirken und doch ansprechend?
# Antiamerikanismus
## 05.06.2010 | Bingen
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind für viele eine Projektionsfläche. Bei der Punkband Slime heißt es „Yankees raus!“ und bei Nazis aus dem Rhein-Main-Gebiet: „Die USA sind unser Unglück.“ Bei Linken wie bei Rechten in Deutschland, in Europa und dem Rest der Welt sind die USA und die so genannte Amerikanisierung Feinde, gegen die sich das national und kulturell vereinigte Kollektiv stellen kann. Elemente einer globalen Kultur, wie Popmusik oder Fastfood, werden als amerikanisch ausgemacht und von der angeblich eigenen und ursprünglichen Kultur abgespalten und bekämpft. Beispiele für so einen explizit antiamerikanischen Nationalismus sind die Forderung nach einer Deutschquote in der Musik und die Angst vor Anglizismen in der Sprache.
Das Seminar wird sich sowohl mit der Geschichte und einem kritischen Begriff des Antiamerikanismus als auch mit aktuellen Tendenzen dieser Ideologie beschäftigen. Schließlich hat sich während dem Wahlkampf um die amerikanische Präsidentschaft und seit einem Jahr Obama im weißen Haus einiges getan. Wie hängen Hoffnung auf und Enttäuschung von Obama mit dem Bild zusammen, dass sich Deutsche und Europäer_innen von den Vereinigten Staaten machen?
# Was tun?
## Zum Denken und Handeln in nichtrevolutionären Zeiten
### 17.06.2010 | Mainz (tbc), Abendveranstaltung
Die Geschichte aller Versuche der letzten 150 Jahre, die Gesellschaft mit dem Ziel einer befreiten Gesellschaft revolutionär zu verändern, ist die von tragischen Fehlschlägen. Wer heute noch das Anliegen einer grundlegenden gesellschaftlichen Emanzipation vertritt, steht vor einem grundlegenden Problem: Was kann Handeln mit emanzipatorischer Absicht noch leisten, wenn es aktuell entweder zum Scheitern verurteilt scheint oder in staatsverherrlichendem Reformismus zu enden droht? Wie also kann das Handeln und Denken, kann Kritik in einer offensichtlich nichtrevolutionären Zeit aussehen? Wir wollen uns daher in einer Abendveranstaltung mit dem Konzept der Subversion auseinandersetzen, wie es von Johannes Agnoli geprägt wurde und Möglichkeiten von Theorie und Praxis in „dunklen Zeiten“ aufzeigen kann.
# Bildungsstreik – und jetzt?
## 02.07.2010 | Landau (tbc), Abendveranstaltung
2009 wurde bildungsgestreikt. Wie bei den bisherigen Bildungsprotesten mal wurde die Bildung kreativ zu Grabe getragen und Hörsäle besetzt. Dabei blieben die Begriffe Streik und Bildung jedoch unterbestimmt. Ebenso wurde die eigene Rolle der Studierenden im universitären Feld nicht reflektiert, schließlich sträuben sich auch Profs und Verwaltung gegen die Hochschulreform. Die Wirtschaft und ihre Freund_innen, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) wurden als Feind_innen ausgemacht, ohne sich zu fragen, wer „die Wirtschaft“ denn sei oder ob die Uni nicht immer schon Arbeitskräfte produziert hat. In Zusammenarbeit mit der Mainzer Hochschulgruppe kritische linke wird der Bildungsstreik in emanzipatorischer Absicht reflektiert und kritisiert.
# It‘s Time for Another Revolution?
## Revolution und ihre Theorie
### 23.-25.07.2010 | Idar-Oberstein, Wochenendseminar
Über Revolutionen lässt sich immer erst rückblickend sinnvoll urteilen. Wie, wenn nicht durch den Blick in die Geschichte, können wir verstehen, was den Charakter von Revolutionen ausmacht und wieso sie nicht erfolgreich waren? Hatten sie denn vielleicht gar nicht gelingen können oder waren es konkrete Fehler, die zu ihrem Scheitern führten? Im Rahmen des Wochenendseminars wollen wir uns nicht nur mit der Geschichte der (kommunistischen) Revolutionen – mit Schwerpunkt auf ihren Widersprüchen und Verirrungen – sondern auch mit der Einführung in die Situationistische Revolutionstheorie und letztlich mit Kritik und Zukunft von Revolutionen als kommunistische Praxis beschäftigen.
Zum vormerken:
# Kapitalismus ist für alle Da!
## Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
### Mai | Ingelheim (tbc), Tagesseminar
Dass es Manchen im Kapitalismus gut geht, ist klar. Dass es Anderen – auch in den so genannten Industriestaaten – vor Allem jedoch in bestimmtem Ecken der Welt so schlecht geht, dass sie nicht ein Mal ihre Arbeitskraft verkaufen können, ist offensichtlich. Wieso dies jedoch funktioniert und kein Ende absehbar ist, ist nicht so einfach zu verstehen. Im Rahmen des Tagesseminars wollen wir in die Grundzüge der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie einführen und klären, weshalb kein Management, kein wirtschaftlicher Sektor und kein Kolonialismus uns vom besseren Leben abhält. Wir wollen mit junge linke gegen kapital und nation untersuchen, was den Kapitalismus am laufen hält, welche Mechanismen er bildet und welche ihm zugrunde liegen.
# Niemand regiert die Welt
## Entschwörungstheorie
### Mai | Mainz (tba), Tagesseminar
Sei es der 11.09.2001, von Amerika geführte Kriege oder der Nah-Ost-Konflikt - hinter vielen Vorkommnissen oder Missständen auf der Welt werden Verschwörungen vermutet. Doch nicht jede Verschwörungstheorie ist auf dem gleichen Muster aufgebaut. So können auf eher spielerische Art und Weise Zusammenhänge verschiedener Ereignisse konstruiert werden. Oft wird jedoch versucht, durch Verschwörungsdenken ein Feindbild aufzubauen, das meist der Selbstentlastung und der Erklärung politischer Umstände dienen soll. Auf diese Art und Weise können eigene Gruppierungen als interessenfrei und ‚natürlich‘, andere Gruppierungen jedoch als eigennützig dargestellt werden. Diese „feindlichen“ Gruppierungen können somit für die Störung der angeblich natürlichen Ordnung verantwortlich gemacht werden.
Der Autor Daniel Kulla („Entschwörungstheorie“) wird über den Unterschied von einfachen Verschwörungstheorien und ideologischem Verschwörungsdenken referieren. Beleuchtet werden sollen dabei nicht die Verschwörungstheoretiker oder deren konkrete Theorien selbst, sondern die gesellschaftlichen Voraussetzungen, unter denen sich Verschwörungsdenken verbreitet.




